
Inventarisation im Ulmer Münster
Am 19. März hatten die Praktikantin Frau Janine Riehl und ich, Daniel Miller Martínez, die Gelegenheit, zusammen mit Frau Dr. Anette Pelizaeus das Ulmer Münster und die dortigen Vasa Sacra zu inventarisieren. Es war ein faszinierendes Erlebnis, das ich gerne teilen möchte.
Allein durch die schiere Größe der Kirche war ein größeres Team und zwei Kameras vonnöten. Die Sonne schien prächtig auf das prestigeträchtige Münster, und wir waren alle gespannt auf die bevorstehende Aufgabe. Die damalige Aushilfsmesnerin Frau Heilbronn führte uns ein wenig herum und erzählte uns zahlreiche Anekdoten aus der Geschichte des Ulmer Münsters. Wir hatten die Befürchtung, dass es im Münster unfassbar kalt sein würde – und das war auch der Fall. Glücklicherweise waren jedoch die neu angebaute Sakristei und die Konrad-Sam-Kapelle beheizt. In letzterer breiteten wir uns aus, um die Vasa Sacra zu inventarisieren. Währenddessen begann die Praktikantin Frau Riehl, das Innere des Ulmer Münsters zu fotografieren.
Mein persönliches Highlight war es, durch die verschiedenen Räume in den Türmen zu spazieren und die diversen Dachgestühle zu besichtigen. Jeder neue Raum war eine Überraschung für sich, da viele verzierte Bauteile, die später im Bauplan verworfen wurden, dort gelagert waren. Man konnte mehrere Spuren von Planänderungen während des Baus erkennen.
Insgesamt war es ein lehrreicher und spannender Tag. Die Vielfalt der Räume und die historischen Veränderungen im Ulmer Münster haben mich besonders beeindruckt. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, an dieser Inventarisation teilzunehmen und mehr über die Geschichte und Architektur dieses beeindruckenden Bauwerks zu erfahren.
Fotos: LKAS