Autor-Archiv für Andreas Butz

Über Andreas Butz

Im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart zuständig für Archivpflege Prälatur Stuttgart, Kirchenbucharchiv, Homepage.

Kontakt: andreas.butz@elk-wue.de

Erweiterungsbau Landeskirchliches Archiv

Am Freitag, den 3. Februar fand hinter unserem Archivbau in der Balingerstr. 33/1 in Stuttgart-Möhringen der Spatenstich zu einem Bauprojekt statt, welches uns nun mehr als ein Jahr begleiten wird. Die Parkplätze sind für diesen Zeitraum erst einmal weggefallen, aber bald schon wird das Archiv von dieser Maßnahme profitieren können. Durchgeführt wurde der Spatenstich von… Artikel ansehen

Fundstück im Pfarrarchiv Knittlingen: Urmanuskript der Anekdoten vom württembergischen Hof entdeckt (Teilmanuskript)

Beim Verzeichnen des vor kurzem in das Landeskirchliche Archiv zur Verwahrung und Verwaltung überführten Pfarrarchivs von Knittlingen fiel unserer Kollegin Birgitta Häberer ein Aktenbüschel auf, das mit “Memorabilien über die Grävenitzsche und Süßsche Angelegenheit” betitelt war. Dass es sich dabei um kein übliches Aktenfaszikel pfarramtlicher Provenienz handelte, war leicht ersichtlich. Doch was hatte die herzoglich-württembergische… Artikel ansehen

Die Totenbücher der Stiftskirche in Tübingen

Beim Durchblättern der Tübinger Totenbücher fällt dem Betrachter eine Besonderheit auf: Es finden sich dort im Zeitraum zwischen 1692 und 1796 inmitten der anderen, schmucklosen Eintragungen insgesamt 75 handgemalte und oft reich verzierte Gedenkblätter für Verstorbene. 57 dieser besonderen Kirchenbucheintragungen sind ganzseitige Bilder, die in die betreffenden Bände eingeklebt wurden, die restlichen gemalten Sterberegistereinträge wurden… Artikel ansehen

Tod auf der Fernstraße

Nimmt man das Totenregister von Lienzingen (heute ein Teilort von Mühlacker) zur Hand, so bemerkt man relativ schnell, dass dort immer wieder Todesfälle von Personen aufgeführt werden, die nicht im Ort lebten, sondern auf der Durchreise verstarben. So verstarben alleine zwischen 1784 und 1797 dreizehn Personen unterwegs. Ortsfremde Personen werden in so gut wie allen… Artikel ansehen

Vorstellung von Dr. Claudius Kienzle, dem neuen Leiter des Landeskirchlichen Archivs Stuttgart

Seit dem 1. August ist Dr. Claudius Kienzle Referatsleiter des Referats 5.4 im Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart. Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören die Leitung des Landeskirchlichen Archivs, der Evangelischen Hochschul- und Zentralbibliothek Württemberg, des Arbeitsbereichs Dokumenten- und Wissensmanagement der Verwaltung des Oberkirchenrats, sowie die dem Archiv angeschlossenen Abteilungen Museale Sammlung und Inventarisation. Er ist im Landeskirchlichen Archiv… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv. Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer. Teil 8

Wir treffen Vanessa Witt. Sie ist Studentin der Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Derzeit schreibt sie eine Hausarbeit für ein kirchengeschichtliches Proseminar, das sich mit den deutschen Einflüssen auf Palästina beschäftigte. Die Studierenden sollen  zur Erstellung der Seminar-Hausarbeiten in den Primärquellen recherchieren. Die Hausarbeit von Frau Witt beschäftigt sich mit dem Leben… Artikel ansehen

Dekanatsarchiv Tübingen nun erschlossen und recherchierbar

Das Dekanatsarchiv Tübingen zählt mit einem Umfang von 42 laufenden Regalmetern und knapp 2500 Verzeichnungseinheiten zu den größeren dekanatamtlichen Beständen, die im landeskirchlichen Archiv verwahrt werden. Es umfasst neben den Unterlagen (allgemeine Unterlagen und Ortsakten) des Dekanatamts auch die Pfarrarchive Tübinger Kirchen, nämlich der Stiftskirche, der Jakobuskirche und der Eberhardskirche. Bereits im Frühjahr 1959 begannen… Artikel ansehen

Fotografien württembergischer Templer

Vorgestern, am 29. Juni, wurde in der Hirschwirtscheuer in Künzelsau die Ausstellung “Die neue Heimat im Heiligen Land. Fotografien württembergischer Templer 1868-1948” eröffnet. In der Ausstellung werden Fotografien gezeigt, die von Mitgliedern der Tempelgesellschaft im letzten Drittel des 19. und ersten Drittel des 20. Jahrhunderts in Palästina, dem heutigen Israel angefertigt wurden. Die Fotografien zeigen… Artikel ansehen

Verabschiedung von Prof. Dr. Norbert Haag

Am Nachmittag des 6. Mai fand in den Räumlichkeiten des Landeskirchlichen Archivs die Verabschiedung unseres langjährigen Archivleiters statt. Zahlreiche Gäste aus dem Oberkirchenrat, von anderen Archiven, aus dem beruflichen und persönlichen Umfeld von Norbert Haag waren gekommen. Wie es für eine kirchliche Einrichtung angemessen ist, wurde auch gesungen und es gab eine Andacht durch Oberkirchenrat… Artikel ansehen

Vortrag: Historische Quellen zur Pietà aus der Liebfrauenkirche in Lienzingen

Derzeit findet ein Projekt verschiedener Partner statt, um die Lienzinger Pietà wissenschaftlich aufzuarbeiten, konservatorisch zu sichern und sie in Form einer Replik wieder an ihrem originalen Platz in der Liebfrauenkirche in Mühlacker-Lienzingen aufzustellen. Die nahezu lebensgroße Lindenholzskulptur rückt dadurch nach langem Dornröschenschlaf in das öffentliche Interesse. Es liegen inzwischen Anfragen vor, sie auch in Ausstellungen… Artikel ansehen

Neu in der Musealen Sammlung

Als Schenkung der Tempelgesellschaft, Stuttgart, kam ein historisch interessantes Objekt in die Museale Sammlung im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart. Dabei handelt es sich um ein weißes Tuch mit Lochstickerei und den Maßen 82 x 84 cm. Das Tuch ist unterteilt in neun Quadrate und enthält Stickereien der Unterschriften von mehr als 100 Mitgliedern der Tempelgesellschaft (zuzüglich… Artikel ansehen

Monografie zur Stiftskirche Beutelsbach erschienen

Als neuer Band in der Reihe Kleine Schriften des Vereins für württembergische Kirchengeschichte wurde eine Monografie über die Stiftskirche in Beutelsbach aufgenommen, die anlässlich des Jubiläumsjahres entstanden ist. Nachdem man das Gebäude in den Jahren davor umfassend saniert hatte, entschied sich die Kirchengemeinde Beutelsbach dafür, die Bedeutung des historischen Gotteshauses durch eine Veröffentlichung – quasi… Artikel ansehen

Youtube-Kanal des Landeskirchlichen Archivs Stuttgart

Das Landeskirchliche Archiv verfügt inzwischen über die Möglichkeit bewegte Bilder auf einem eigenen Youtube-Kanal zu veröffentlichen. Bislang sind noch nicht viele Inhalte hinterlegt, aber es soll mehr folgen. Wir haben bereits einige Ideen. Denkbar sind Einführungen in Bestände, virtuelle Führungen, Dokumentation von Vorträgen und anderen Veranstaltungen, Veröffentlichung von historischem Filmmaterial aus unseren archivischen Beständen.  … Artikel ansehen

Dokumente zu Johann Georg Rapp (1757-1847) und den Separatisten in Iptingen

Während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lassen sich in der württembergischen Lan­deskirche zwei wesentliche Entwicklungen er­kennen. Obwohl der Pietismus in Württemberg noch am Ende des 17. Jahrhunderts Eingang gefunden hatte, entstanden in vielen Dörfern erst um 1750 die Privatversammlungen, welche bis heute als ty­pisch für den württembergischen Pietismus gelten. Gegen das Jahr­hundertende kam dann… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv. Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer. Teil 5

Wir treffen im Lesesaal Dunja Kielmann. Sie arbeitet beim Landesamt für Denkmalpflege im Fachbereich Restaurierung in Esslingen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Denkmalpflege ziehen immer wieder Akten unserer Bestände heran, um Erkenntnisse über kirchliche Bauwerke zu gewinnen, beziehungsweise Rückschlüsse auf bestimmte Restaurierungsarbeiten ziehen zu können. Solche Archivrecherchen sind für die Mitarbeiter aufschlussreich, da daraus ersehen werden… Artikel ansehen

Amtskalender im Laufe der Zeiten

In den Pfarrarchiven findet sich oft eine serielle Quelle, die den Zeitraum ab dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der Laufzeit der pfarramtlichen Überlieferung abdeckt: die Amtskalender. Dort trugen die Pfarrer der Kirchengemeinden stichpunktartig und mehr oder weniger durchgehend bestimmte Termine ein, die sich aus ihrem Aufgabenbereich ergaben. Eine große inhaltliche Ausführlichkeit… Artikel ansehen

250 Jahre Gottlieb Wilhelm Hoffmann (1771-1846)

Am 19. Dezember 1771 wurde Gottlieb Wilhelm Hoffmann in Ostelsheim bei Calw geboren. Er gehört zu den bedeutenden Pietisten Württembergs. Wilhelm Hoffmann, der Berliner Hofprediger und Begründer des Jerusalemsvereins, und Christoph Hoffmann, der Begründer der Tempelgesellschaft, welche Siedlungen in Palästina gründete, waren Söhne. Laut Eintrag im Ostelsheimer Taufregister wurde er einen Tag nach seiner Geburt… Artikel ansehen

Planetenzeichen im Kirchenbuch

Wer mit Kirchenbüchern als Quellen arbeitet – sei es aus Gründen historischer oder genealogischer Forschung –  weiß, dass man dort auf ungewöhnliche Begrifflichkeiten stößt. Das können Bezeichnungen für Krankheiten, Berufe, Verwandtschaftsverhältnisse sein, die heute nicht mehr üblich sind. Nicht in jedem, aber in vielen Kirchenbüchern findet man bei den Einträgen auch eigentümliche Symbole. Da sich… Artikel ansehen

Findbuch des Dekanatsarchivs Reutlingen jetzt online recherchierbar

Das Dekanatsarchiv Reutlingen ist eines der 49 Archive von württembergischen Kirchenbezirksverwaltungen, die im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart verwahrt werden. Jeder dieser Bestände wurde mindestens oberflächlich durch ein gedrucktes Inventar erschlossen, ein Teil davon auch durch Datenbanken, bei denen die einzelnen Verzeichnungseinheiten etwa durch Enthält- und Darin-Vermerke eine bessere Recherchierbarkeit ermöglichen. Neun Inventare von Dekanatsarchiven sind online… Artikel ansehen

80 Jahre offizieller Abbruch der Euthanasieverbrechen

Im August des Jahres 1941 wurde die als „Aktion T4“ – benannt nach der zuständigen Dienststelle für die Krankenmorde in der Tiergartenstraße 4 in Berlin – bezeichnete systematische Tötung von psychisch kranken und körperlich behinderten Menschen, die Euthanasie, offiziell abgebrochen. Etwa 70.000 Anstaltsbewohner waren vom Beginn der Aktion Anfang 1940 bis zu ihrem Ende ermordet… Artikel ansehen

100 Jahre Ferienwaldheime in Württemberg – Vorstellung eines Zeitdokuments

Wie auf der Internetpräsenz der Landeskirche im aktuellen Beitrag zu den Gedenktagen berichtet wird, begann die Waldheimarbeit in der württembergischen Landeskirche im Sommer 1921. Der damalige Stuttgarter Jugendpfarrer Wüterich führte damals für die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart auf dem Platz des Stuttgarter Jugendvereins im Feuerbacher Tal erstmals eine Waldheimfreizeit für Kinder durch. Er sah in den… Artikel ansehen

Separatisten in Sterberegistern

Wenn in einem Sterberegister ausdrücklich vermerkt wird, dass die Bestattung ohne die üblichen kirchlichen Zeremonien erfolgte, ist dies auf jeden Fall ein besonderer Umstand, der erklärungsbedürftig ist. Im Sterberegister von Mühlhausen an der Enz sind einige solcher Einträge vermerkt. So wurde Ferdinand Friedrich von Stein bzw. vom Stain (1696-1737) am 21. November 1737 nachts ohne… Artikel ansehen

Buchvorstellung zur Biografie von Gotthilf Schenkel

Wir möchten auf eine Buchvorstellung am 19. März als Veranstaltung der Kirchengemeinde Oberesslingen hinweisen. Für das vorzustellende Buch ist auch in unserem Archiv recherchiert worden. Es geht um folgendes, im vergangenen Jahr erschienene Werk: Dr. Jörg Thierfelder, Hans Norbert Janowski, Günter Wagner: Gotthilf Schenkel. Pfarrer in Oberesslingen und SPD Mitglied. Vom religiösen Sozialisten zum Kultusminister…. Artikel ansehen

Ein Gretchen in Mühlhausen an der Enz

Im Sterberegister von Mühlhausen an der Enz findet sich unter dem Datum 18. Juli 1746 als Todeseintrag für Christina Margaretha Baumgartner die Bemerkung “Caput ense capitatum est infanticida …”. Der lateinische Passus bezeichnet die Todesart, nämlich den Tod durch Enthauptung, und das Delikt der im Sterberegister eingetragenen: Kindsmörderin (“infanticida”). Wie die Suche im Taufregister ergab,… Artikel ansehen

125. Geburtstag Martin Haug (1895 – 1983)

Martin Haug war von 1948 bis 1962 Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Württemberg. Er wurde als Sohn eines Gymnasiallehrers in Calw geboren. Im ersten Weltkrieg meldete er sich wie viele andere als Freiwilliger und wurde in Frankreich schwer verwundet. Nach dem Theologiestudium in Tübingen, der 1920 erfolgten Ordination und verschiedenen Stellen als Religionslehrer und Pfarrverweser … Artikel ansehen

Serie Nachkriegszeit Teil 13: Kinderschicksale – Heimschule für Flüchtlingswaisen Kleinglattbach

In der Nachkriegszeit mussten viele Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland als Halbwaisen aufwachsen, da die Väter als Wehrmachtssoldaten gefallen waren. Normalerweise haben dann die Mütter die Kinder allein betreut. Allerdings gab es auch Mütter, die dazu aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage waren, oder Kinder, die während der Kriegswirren am Ende des Krieges… Artikel ansehen

Serie Nachkriegszeit Teil 9: Notkirchen

Bei Kriegsende lagen zahlreiche Kirchen in Trümmern. Das betraf vor allem die größeren Städte. Allein in Stuttgart waren 28 Kirchen zerstört oder schwer beschädigt. Es war offensichtlich, dass hier ein Handlungsbedarf bestand. Die Gottesdienste in Privatwohnungen oder unter freiem Himmel stattfinden zu lassen, war mittelfristig keine Option. Es musste ein Wiederaufbau erfolgen, beziehungsweise gottesdienstliche Räume… Artikel ansehen

Serie zur Nachkriegszeit VI: Das Kindererholungsheim Laufenmühle bei Welzheim

Zu den vielfältigen Aktivitäten des Evangelischen Hilfswerks in Württemberg in der unmittelbaren Nachkriegszeit zählte die Ermöglichung von Erholungsaufenthalten für Kinder. Dies war umso notwendiger, als die Traumatisierung ein Massenphänomen der damaligen Jahre war. Sie hatten in engen Bunkern die Luftangriffe miterlebt. Die oft dramatischen Ereignisse auf der Flucht hatten zahlreiche betroffene Kinder, die nun in… Artikel ansehen

Serie Nachkriegszeit Teil V: 75 Jahre Stuttgarter Schulderklärung

Führende Vertreter der neu gebildeten Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gaben die Stuttgarter Erklärung bei einem Treffen mit Mitgliedern des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) am 18./19. Oktober 1945 in Stuttgart ab. Erstmals bekannte sich die evangelische Kirche Deutschlands darin zu einer Mitschuld am Krieg und an den nationalsozialistischen Verbrechen. Die u. a. vom württembergischen… Artikel ansehen

Die Akademie Bad Boll feiert ihr 75-jähriges Jubiläum

Die Evangelische Akademie Bad Boll ist die älteste und größte europäische Akademie in kirchlicher Trägerschaft. Hinter ihr liegt eine lebendige Geschichte: 1945 Gründung durch Pfarrer Eberhard Müller, intensive Förderung einer demokratischen Gesprächskultur, Behandlung unterschiedlichster Themen, Vorreiterrolle in vielen Bereichen bspw. Nachhaltigkeit, prominente Gäste wie Theodor Heuss, Rudi Dutschke, Richard von Weizsäcker, Erhard Eppler, Theo Zwanziger,… Artikel ansehen