Schlagworte: Ulmer Münster

Das Klischee des groben Bauarbeiters

29. Juli 2020 | | ,

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort Bauarbeiter hören? Möglicherweise denken Sie an die berühmte Fotographie „Mittagspause auf einem Wolkenkratzer“ aus dem Jahr 1932, die elf Männer zeigt, die auf einem Stahlträger sitzend, ihre Mittagspause abhalten, unter ihnen die Straßen von New York. Vielleicht kommen Ihnen aber auch Bilder von einerseits muskulösen, oberkörperfreien jungen Männern in den Kopf, die in der Sonne ihre Muskeln spielen lassen – oder im Gegenteil beleibte ältere Herren, die nichts anderes tun, als Kaffeepause zu machen, Frauen hinterher zu pfeifen und hin und wieder ihr „Bauarbeiter-Dekolleté“ sehen zu lassen. Dies alles sind Bilder, die uns unsere kulturelle Erziehung mitgegeben hat – und die nichts weiter sind als bloße Klischees unserer Gesellschaft. Wer beispielsweise als SteinmetzIn an der Restaurierung und Erhaltung eines Bauwerks wie des Ulmer Münsters beteiligt ist, braucht viel mehr als bloße Muskelkraft – er/sie braucht Fingerspitzengefühl, ein gutes Auge für Details und künstlerische Begabung. Dass nicht nur der/die BaumeisterIn, sondern auch sein/e/ihr/e WerkmeisterIn, sein/e/ihr/e VorarbeiterInnen und PolierInnen und damit alle Mitglieder einer Bauhütte, die durch diese Berufsgruppen repräsentiert werden, diese Eigenschaften besitzen, zeigen die vielen überlieferten Bautagebücher, Notizhefte und Skizzenbücher aus dem 19. und 20. Jahrhundert des Archivbestands der Ulmer Münsterbauhütte. Detaillierte Skizzen und Zeichnungen von Fialen, Spitzbögen und anderer architektonischer Objekte zeugen von Werktreue, Leidenschaft und hohem künstlerischen Anspruch. Diese Bücher vermitteln uns einen Eindruck von den Menschen, die ihr berufliches Leben der Erhaltung des Ulmer Münsters gewidmet haben und vermitteln ein ganz anderes Bild, als es die gängigen Klischees über im Bauwesen beschäftigte Arbeitnehmer heute tun.

Krieg, Verlust, Tod

22. Juni 2020 | | ,

Einschränkungen, Entbehrungen, Angst – Was die eine Generation in der Corona-Krise erst lernen muss, ist einer kriegsgezeichneten Generation nicht neu. Die Verluste, die diese Generation hinnehmen musste, sind schwer in Worte zu fassen. So traf es im zweiten Weltkrieg auch die Münsterbauhütte: Das Gebäude an sich völlig zerstört, das Münster selbst von Bomben beschädigt. Und der Münsterbaumeister? Münsterbaumeister Karl Friederich verlor am 17.09.1944 bei einem Tieffliegerangriff in einem Zug bei Offenburg, in dem er sich befand, das Leben. Während eines Münsterumgangs und einer anschließenden Münsterbaukomiteesitzung am 12. September 1951 wurde ein Gedenkstein im Übergang von der südlichen Seitenschiffvorhalle zur Hauptportalvorhalle zu seinen Ehren enthüllt. Seine Mitarbeiter wie auch sein Nachfolger hatten teilweise schwer an den Nachwirkungen des Krieges zu tragen. Steinhauer Schöck beispielsweise beantragte Ende der 40er Jahre Arbeitsschuhe, da er selbst über kein festes Schuhwerk mehr verfügte. Laut eines Schreibens des Münsterbauamts an das städtische Wirtschaftsamt vom 07. Mai 1948 kam Steinhauer Schöck erst mit schlechtem Schuhwerk, dann mit seinen leichten Sonntagsschuhen zur Arbeit, da ihm die vom Amt gestellten Holzschuhe nach einer Kriegsverletzung (Spitzfuß) Beschwerden verursachten. Daher bemühte sich das Münsterbauamt bei der zuständigen Stelle für den betroffenen Steinhauer um neues Schuhwerk.

LKA, Ulm, Münsterbauhütte, 315

LKA, Ulm, Münsterbauhütte, 493

LKA, A 129, 1213

Die Digitalisierung der Glasplatten und Dias der Ulmer Münsterbauhütte ist abgeschlossen!

8. Juni 2020 | | , ,

In vielen Bereichen des persönlichen und beruflichen Lebens gibt es sogenannte „Aha-Momente“, so auch im Archiv! Ein Wunder ist geschehen, sämtliche Glasplatten und Dias einer Münsterbauhütte sind digitalisiert. Nun ist es möglich, sich in verschiedener Weise den Abbildungen, die man nun in groß und im Detail ansehen kann, zu nähern und dabei den Bildbestand überhaupt erst zu ermessen und zu erschließen. Das Bildarchiv nämlich enthält etliche Risse der mittelalterlichen Baumeister, angefangen von Heinrich II. Parler 1377 bis hin zu Burkhard Engelberg 1512, zahlreiche Ansichten vor und nach der Anfügung des Strebesystems am Langschiff von 1856-1870, vor und nach der Vollendung vom Hauptturm im Westen 1892 sowie vom Bau der Seitentürme am Chor 1871-1880. Unzählige Abbildungen des Kirchenbaues, der einzelnen Ausstattungsstücke im Innenraum sowie vom Bauschmuck am Außenbau des Ulmer Münsters zeugen von der baukünstlerischen Qualität der Münsterbaumeister, der Steinmetzen, der Bau- und Werkleute und Kunstschaffenden, die unermüdlich Pläne schmiedeten, Stein auf Stein setzten, Steine bearbeiteten und formten. Allein dieses Bildmaterial, einschließlich der zahlreichen Darstellungen der Meisterzeichen der Münsterbaumeister gibt reichlich Aufschluss nicht nur über die Baugeschichte des Ulmer Münsters sondern auch über kulturhistorische, kunsthistorische, technische und werkspezifische Fragen. Dazu gehört auch die einzigartige Dokumentation der Totentafeln, aus der wertvolle Erkenntnisse zur Stadtgeschichte und zu den Stifterpersönlichkeiten des Ulmer Münsters zu ziehen sind. Doch damit nicht genug, denn nicht nur der Bau und seine Kunstobjekte sind Bildmotive, sondern auch die Bauhütte selbst. Diese, von der man seit dem spätmittelalterlichen Baustopp am Turm von 1492 und der endgültigen Einstellung aller Bauarbeiten spätestens 1550 nichts mehr hörte, wurde 1844 von dem späteren Münsterbaumeister Ferdinand Thrän (1857- 1870) wiedergegründet und das Bildarchiv zeigt Bilder von Steinmetzen mit ihrem Handwerkszeug. Gruppenbilder diverser Mannschaften aus verschiedenen Zeiten geben Aufschluss über diejenigen, die seit dem 19. Jahrhundert am Münster gewirkt haben und welchen Wandel auch die Bauhütte seit ihrer Gründung erlebt hat. Gleichwohl gilt dabei zu konstatieren, dass die Bauhütte von Beginn an von Männern dominiert war und heute auch noch ist, ein ganz und gar typisches Phänomen dieses Berufsfeldes, ein Gesellschaftsphänomen, dessen Wandel noch bevorsteht.

Nicht nur Bibeln im Visier

27. April 2020 | | ,

Am dritten Juni 2019 berichteten wir über Kriminalgeschichten aus dem Ulmer Münster. Dererlei Geschichten begegnen uns in unserem Archivmaterial häufig. Eine weitere Kriminalgeschichte mit Aktualitätsbezug behandelt den Diebstahl von Kupfer. Ob Kupferfallrohre an Gebäuden, Metall auf Lagerplätzen oder Baumaterial auf einer Baustelle – Kupfer ist heute ein begehrtes Diebesgut, und das war es offensichtlich auch schon früher. Ein Bericht zu einer Münsterbaukomiteesitzung am 12. September 1951 zur Sicherung und Erhaltung des Ulmer Münsters erläutert den damals an der Münsterbauhütte begangenen Kupferdiebstahl wie folgt: „In den Tagen vor Weihnachten, nachmittags zwischen 14 u. 15 Uhr, wurden durch drei schulpflichtige Knaben im Alter von 7 bis 12 Jahren, an vier Stellen (am Chor u. an der Südseite) die kupfernen Regenabfallrohre bis auf die Höhe von 2 m entwendet u. als Altkupfer veräussert. Ein Teil konnte wieder beigebracht werden. Als Ersatz sind Rohre aus verbleitem Blech angebracht u. im Kupferton gestrichen.” Es fällt schwer, die Kinder für ihre Tat zu verurteilen, betrachtet man doch die Tatzeit, wenige Jahre nach Kriegsende, als das Leben noch voller Entbehrungen für die gesamte Bevölkerung war. Ob Bubenstreich oder Verzweiflungstat, die Münsterbauhütte hatte ebenfalls mit Kriegsfolgen zu kämpfen und musste die gestohlenen Rohre durch minderwertigere Rohre, kupferfarben angestrichen, ersetzen.

LKA, A 129, 1213

Kein Job für schwache Nerven

14. April 2020 | | , ,

Der Beruf eines Archivars/einer Archivarin klingt im Allgemeinen eher unaufgeregt. Allenfalls die „Einholung” scheint etwas Abwechslung zu bieten, wenn Archivare unterwegs sind und Archivgut von Dachböden holen und in das Archivmagazin transportieren. Hier kann man sich vorstellen, dass die Gefahr von Schimmelsporen und Viren allgegenwärtig ist. Aber auch die „Verzeichnung” sorgt immer wieder für Überraschungen. Hier sichtet der Archivar/die Archivarin das in das Magazin oder einen gesonderten Raum verbrachte, eingeholte Archivgut, gibt ihm Namen und Nummern und verpackt es säurefrei, damit es der Nachwelt noch lange erhalten bleiben kann. Eine böse Überraschung lauerte in einer Akte des Bestands „Ulmer Münsterbauhütte”. Bei Sichtung dieser Akte wurde ein starker Teergeruch deutlich, schnell stand fest, woher dieser kam: Zwischen den Seiten des Schriftverkehrs hatten vermutlich ehemalige Mitarbeiter des Münsterbauamts sogenannte Asphaltpappe gelegt, Musterbeispiele für Dachplatten. Die Akte beschäftigt sich mit dem Neubau einer transportablen Notkirche und der Martinskirche in Ulm, für die die Musterbeispiele allem Anschein nach bestimmt waren. Der Aufregungsherd selbst konnte schnell beseitigt werden und die betroffene Archivarin wieder zu ihrer Arbeit zurückkehren.

LKA, Ulm Münsterbauhütte, 606

Künstlerischer Zeitvertreib

8. April 2020 | | , ,

Jeder hat es schon einmal erlebt, ob in der Schule, bei Meetings oder während des Telefonierens – es stellt sich das Gefühl von Langeweile ein oder die Konzentration schwindet und man beginnt, vor sich hin zu kritzeln auf allem, was man gerade vor sich liegen hat. Solch eine wahrscheinlich langwierige und die Konzentration schwinden lassende Sitzung muss die Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats Ulms am 30. März 1926 gewesen sein. Ein Fundstück aus der Akte Ulm Münsterbauhütte Nr. 629 zeigt kleine Skizzen und Zeichnungen auf dem Tagesordnungsprotokoll dieser Sitzung. Auch die Rückseite des Schriftstücks blieb nicht verschont. Ob es Münsterbaumeister Friederich war, der diese Zeichnungen anfertigte, bleibt Spekulation. Einen hohen zeichnerischen Wert besitzen sie dennoch und verschönern das Schriftgut ungemein.

Schönes neues Eichenfenster

2. April 2020 | | ,

Stilvolles Eichenfenster mit Butzenverglasung, diese Beschreibung liest sich wie die Darstellung in einem Möbelkatalog. Das dachte sich wohl auch ein Baurat aus Ulm über ein solches Fenster, das im südlichen Chorturm des Ulmer Münsters gegen das Innere des südlichen Seitenschiffs angebracht war, um Schäden durch Zugluft durch die eingerichtete Dampfheizung zu vermeiden. Kurzerhand ließ er es ausbauen und verwendete es für seine Wohnung als Vorfenster, nicht, ohne es zuvor in der Schreinerei der Münsterbauhütte für diesen Zweck umgestalten zu lassen. Damit war es für seinen ursprünglichen Zweck zerstört. Wann und wie die Entwendung des Fensters aufgefallen ist, wissen wir nicht. Das Vorgehen des Übeltäters wurde allerdings bei einer Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats im Januar 1926 behandelt und es wurde beschlossen: „Das eigenmächtige und eigennützige Vorgehen aufs schärfste zu verurteilen.” Was dies konkret bedeutete, bleibt Spekulation.

LKA, Ulm Münsterbauhütte, 396

 

Kriminalgeschichten aus dem Ulmer Münster

3. Juni 2019 | | ,

„Denen ist wohl nichts heilig!“, mag sich der ein oder andere Leser der Südwestpresse am Freitag den 14. Juni 1985 gedacht haben, als er beim Durchstöbern der Zeitung auf folgenden Artikel stieß: „Mit Schrauben und Blei gegen die Bibel-Diebe“. Der Autor dieses Artikels empörte sich über die anhaltende Entwendung einer Bibel, die in der Bessererkapelle des Ulmer Münsters den Altar schmücken und die Besucher zum Lesen anregen sollte. Allein drei Mal sollen laut Redakteur Spaßvögel im Jahr 1985 zugeschlagen und die Bibel aus Scherz, Übermut oder vielleicht dem Nervenkitzel einer Straftat entwendet haben. Eine dieser entwendeten Bibeln sei später wieder aufgetaucht und vom damaligen Münsterbaumeister Lorenz in mühsamer Handarbeit aufbereitet worden. Als das derzeitige Bibelexemplar aus der Bessererkapelle entwendet wurde, kam das aufgearbeitete Objekt wieder an seinen angestammten Platz – und wurde prompt erneut gestohlen. Eine neue Bibel musste her, und dieses Mal sollte die Bibel auch dort bleiben, wo sie hingehörte. Daher verschraubte man dieses Exemplar an seiner Unterlage, einem kleinen Lesepult auf dem Altar. Zusätzlich lies Gerhard Lorenz das hölzerne Pult mit Blei füllen.

Während man im Fall der Bibel von einer Lappalie sprechen kann, hatten andere im Archiv der Ulmer Münsterbauhütte dokumentierten Diebstähle im Münster größere Auswirkungen. Pfarrbildnisse schienen Verbrecher ebenso angezogen zu haben, wie die Bibel aus der Bessererkapelle. 1971 entwendeten Diebe ein Pfarrbildnis J.G. Sappers aus dem Jahr 1737. Das Bildnis war mittels Plastikdübel am Rahmen mit der Wand verschraubt worden. Das half aber nichts, das Bild samt Rahmen und Dübel waren verschwunden. Ein weiterer aus den Unterlagen hervorgegangener Fall betrifft das Bildnis Sebastian Besserers, Bürgermeister der Stadt Ulm im 16. Jahrhundert, und ereignete sich 1968. Tatort war erneut die Bessererkapelle. Besonders an diesem Fall ist, dass der Diebstahl wohl erst mehrere Wochen nach der Tat entdeckt worden war. Das Bildnis wurde aus seinem Rahmen herausgeschnitten. Dieser leere Rahmen wurde zwar bemerkt, sei aber über längere Zeit nicht hinterfragt worden, da es sich dabei auch um eine Restaurierungsmaßnahme der Bauhütte hätte gehandelt haben können, bis ein Zimmermann der Münsterbauhütte den leeren Rahmen meldete.

Inspirierende Schülerarbeit

22. Mai 2019 | | ,

Bereits etwas vergilbt, aber liebevoll per Hand gebunden, liegt die Hausarbeit einer Schülerin der Mädchenoberschule Esslingen von November 1953 vor. In feinster Handschrift ausgeführt, handelt die Arbeit vom Ulmer Münster, seiner Architektur und Geschichte. Ergänzt wird der Text, der in einer Sprachfeinheit verfasst wurde, die heutzutage universitätswürdig wäre, durch eingeklebte Postkarten und Bilder. Die formale Struktur der Arbeit hätte am Computer nicht besser erstellt werden können: die Untergliederungspunkte wurden eingerückt, ebenso wie die Anfänge eines jeden Absatz. Es scheint auch so, als hätte die Verfasserin den Text bereits vorgeschrieben und ihn dann in die vorliegende Form übertragen, denn es sind wenige Korrektur, keine Streichungen oder Ähnliches zu erkennen. Dieses Fundstück aus dem Bestand der Ulmer Münsterbauhütte inspiriert und regt zum Nachdenken an: über das Zeitalter der Digitalisierung, in der die Handschrift immer mehr an Bedeutung verliert, ein jeder aber auch froh darüber ist, seine schriftlichen Arbeiten, ob in der Schule oder der Universität, nicht mehr mühsam per Hand schreiben und übertragen zu müssen; über die Wirkung und Aura von Objekten, die zeigen, wie viel Herzblut ihr Schöpfer in ihre Kreation gesteckt hat; und zuletzt über Bildung, die heute in Deutschland für Männer wie Frauen selbstverständlich ist, 1953 für Mädchen aber noch etwas Wunderbares und nicht Alltägliches war.

Das Archiv der Ulmer Münsterbauhütte als Verzeichnungsprojekt des Landeskirchlichen Archivs

18. März 2019 | | ,

Ulmer Münster, Gesamtansicht von Südosten. Aus: Zehn Deutsche Dome, Berlin 1939, S. 193.

Das Verzeichnungsprojekt der Ulmer Münsterbauhütte ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart und der kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Haag und Prof. Dr. Eva-Maria Seng, ausgeführt von Dr. Anette Pelizaeus und Sabine Tomas.

Im September 2016 wurde das Archiv der Ulmer Münsterbauhütte zur Verzeichnung im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart eingeholt.

Das Archiv enthält erstens eine umfassende Quellensammlung, bestehend aus Amtsbüchern, Bauakten, Akten zum Münsterbauverein, Korrespondenzen, Tagebüchern der Münsterbaumeister, Hüttenmeister und Turmwärter, Bautagebüchern, Baufortgangsberichten, Steinhauer- und Arbeiterlisten, Zahltaglisten und Stammlisten der Mitglieder der Münsterbauhütte. Zweitens beinhaltet das Archiv auch ein umfangreiches Bildarchiv mit Fotos, Dias und ca. 4.000 Glasplatten.

Zunächst musste ein Profil für die Datenbank mit allen notwendigen Informationen zur Verzeichnung des Bildmaterials mit Lokalisation, Titulatur, Objektbeschreibung, ikonografischen und personenbezogenen Angaben, Datierung und einer detaillierten Indizierung erstellt werden, und zwar angelehnt an die allgemeinen Erschließung von Quellen und Bildmaterial im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart.

Die Dokumentation des Bildbestandes ist bereits abgeschlossen. Es wurden ca. 2500 Glasplatten und 3612 Positive, jeweils ausschließlich der Duplikate, in der Datenbank erfasst. Die verzeichneten Glasplatten werden nun in einem zweiten Schritt digitalisiert.

Die Erfassung des Quellenmaterials wird voraussichtlich noch bis Mai 2020 andauern.

Am 24. Mai 2019, 17.00 Uhr,  ist ein Vortrag von Frau Dr. Pelizaeus und Frau Tomas zum Thema Münsterbauhütte geplant. Ort ist der Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs.