Autor-Archiv für Andrea Kittel

Über Andrea Kittel

Im Landeskirchlichen Archiv zuständig für Museale Sammlung, Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungen.

Kontakt: andrea.kittel@elk-wue.de

Badische Fahne als Depositum im Archiv der württembergischen Landeskirche

Vor kurzem ergab sich zwischen den beiden Evangelischen Landeskirchlichen Archiven von Baden und Württemberg eine spontane Zusammenarbeit. Im Keller des Pfarrhauses der Kirchengemeinde Waldkirch (Baden) lagerte lange Zeit die reich verzierte Fahne des 1891 gegründeten örtlichen Evangelischen Arbeitervereins. 2017 hatte man das wertvolle Stück entdeckt, geborgen und sogar konservatorisch behandeln lassen. Zur sicheren Unterbringung wurde… Artikel ansehen

Aus der Musealen Sammlung

In der Musealen Sammlung befindet sich ein interessantes Schnitzbild aus Kamerun, das den Titel “Das Reich Gottes in der Erdnuss” trägt. In vielen württembergischen Kirchengemeinden kennt man dieses Bild. Wie kam es dazu? Im Vorfeld der Weltmissionskonferenz (1980) in Melbourne, Australien, schrieb der Ökumenische Rat der Kirchen 1979 seine Mitgliedskirchen an und bat um Beiträge… Artikel ansehen

Fundstücke: Sammlung von Briefsiegeln

In unserem Archiv befindet sich eine Schachtel, die gefüllt ist mit einer bunten Mischung von Siegeln. Beigefügt ist ein Heft, das weitere, nach Orten sortierte eingeklebte Exemplare enthält. Eine wahre Fundgrube für Wappenforscher und einschlägige Sammler! Jemand hatte die Siegel von Briefumschlägen abgetrennt, der genaue Zeitraum ist nicht zu ermitteln. Das in alphabetischer Reihenfolge geführte… Artikel ansehen

Himmelfahrt

Ist Christus im Streitwagen mit flammenden Rädern gen Himmel gefahren? Der Kupferstich in diesem in Stuttgart herausgegebenen Gebetbuch von 1688 zeigt nicht den himmelfahrenden Christus, sondern den Propheten Elija aus dem Alten Testament. In vielen alten Darstellungen wird die Himmelfahrt des Elija als Präfiguration der Himmelfahrt Christi gezeigt: Das, was im Alten Testament angekündigt wird,… Artikel ansehen

Fundstück: Konfirmanden-Stiefel

Die Annonce von 1911 aus der Cannstatter Zeitung zeigt, dass das Thema Kleidung für die Konfirmation damals offensichtlich so wichtig war wie heute – wenn nicht gar noch wichtiger. Die Konfirmation war lange Zeit eine wichtige Zäsur im Leben der Heranwachsenden. Mit der Konfirmation war auch die Schulpflicht zu Ende, und für die meisten begann… Artikel ansehen

Studierendengruppe des Evangelischen Stifts Tübingen bei uns zu Gast

Im Rahmen der studentischen Lehrveranstaltung „Das Kirchenjahr und seine Textilien“ unter der Leitung von Janek Schröder ging eine Gruppe des Evangelischen Stifts den Fragen nach: Warum hängen an Altar und Kanzel diese „bunten Teppiche“? Welche Bedeutung haben ihre Farben und weshalb braucht es beim Abendmahl so viele weiße Tücher? Wie sollen sich im Gottesdienst Handelnde… Artikel ansehen

Die Gaben der Könige

Weihnachten ist das Fest der Gaben. In den bildlichen Darstellungen der Geburt Jesu im Stall von Bethlehem sind es die Figuren der drei Könige, die dem „neuen König“ huldigen und ihre Gaben darbringen: Weihrauch, Myrrhe und Gold. Im Neuen Testament werden sie nicht als „Könige“ bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. Diese… Artikel ansehen

Was zwei Postkarten erzählen können

Diese beiden originellen Postkarten tauchten unter vielen anderen in einem privaten Nachlass auf, der an die Museale Sammlung im Landeskirchlichen Archiv abgegeben wurde. Was zunächst nach lustigen Urlaubsgrüßen aus Hamburg aussieht, täuscht. Beim näheren Hinschauen wird deutlich: die Absender, ein Ehepaar aus Esslingen, sind dabei, auszuwandern. Sie schreiben aus Baracke 6 der Auswanderer-Hallen im Stadtteil… Artikel ansehen

Weihnachtskrippen aus Krakau

In allen katholischen Kirchen Polens werden zur Weihnachtszeit Weihnachtskrippen mit teilweise lebensgroßen Figuren aufgestellt. Nach dem Vorbild dieser Krippen entstanden seit etwa 1900 verkleinerte, tragbare Ausführungen, die von den Dorfjungen von Haus zu Haus getragen wurden. Die in Krakau übliche Form der Krippe (polnisch Szopka) besteht aus Holz, Pappe und bunter Aluminiumfolie. Diese wurden im Lauf… Artikel ansehen

Adventskalender

Dieser selbstgebastelte Adventskalender kam über den Nachlass einer frommen Familie in die Museale Sammlung. Handschriftlich steht auf dem Haus geschrieben: „Hast du geöffnet die Fensterlein, so kommt auch bald das Christkindlein. Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind. Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden… Artikel ansehen

Weihnachtsgeschenke 1938

Kurz nach den Sommerferien, fängt es jedes Jahr wieder an zu „weihnachten“. Lange vor dem ersten Advent glitzern überall schon Sterne und Christbaumkugeln, in den Geschäften und Onlineportalen werden weihnachtliche Produkte und Geschenkideen angepriesen. Das war im vorigen Jahrhundert nicht anders. Im Pfarrarchiv Unterreichenbach fand sich ein Prospekt der „Vereinigten Verkaufsstellen der Anstalt Bethel in… Artikel ansehen

Verzeichnung zur Familiengeschichte Knapp / Liesching im Rahmen eines Praktikums

Im Juli 2022 absolvierte Helen Wiedmaier, Referendarin beim Landesarchiv Baden-Württemberg, ein Praktikum im Landeskirchlichen Archiv. Sie erhielt nicht nur Einblicke in zahlreiche Bereiche und Aufgabenschwerpunkte, sondern ordnete und verzeichnete auch den Nachlass von Michael Klein. Dieser war mit den beiden bedeutenden Familien Knapp und Liesching verwandt und sammelte zahlreiche Dokumente zur Familiengeschichte. Dazu gehörten auch… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv. Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer, Teil 7

Wir treffen Dr. Katharina Krause. Sie ist Wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Praktische Theologie III an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Eines ihrer derzeitigen Forschungsprojekte befasst sich mit den Verschränkungen von ‚frommem‘ und ‚kolonialem‘ Blick im Rahmen der Mission. Welche Bilder haben Missionare und Missionarinnen in ihren Berichten in Missionszeitschriften oder in Vorträgen transportiert?… Artikel ansehen

Meta Diestel (1877-1968) 145 Jahre

Königliche Kammersängerin, Gesangspädagogin, Volksseelsorgerin, Wohltäterin – all diese Facetten umfassen das Wirken der vor 145 Jahren geborene Meta Diestel (1877-1968). Meta Diestel wurde 1877 in Tübingen in eine Theologenfamilie hineingeboren. Am Stuttgarter Konservatorium für Musik studierte sie Gesang und ihr stand eine große Karriere als Altistin bevor. Mit dem Titel „königliche Kammersängerin“ reiste sie durch… Artikel ansehen

Maikäfer flieg!

Viele kennen noch dieses bekannte Volkslied, das recht fröhlich beginnt und schon in der zweiten Zeile für irritierenden Ernst sorgt, indem es Krieg thematisiert. Dass das Kinderlied lange Zeit arglos geträllert wurde, zeigt dieses wohl aus den 1950er Jahren stammende Kindertaschentuch, das mit einem Nachlass in unsere Museale Sammlung kam: Zwei lachende, singende Kinder und… Artikel ansehen

Die Sonntage vor Ostern und das Jägerlatein

In der Musealen Sammlung befindet sich ein auf den ersten Blick sehr rätselhaftes Bild mit vielen langschnäbeligen Vögeln. Die kolorierte Lithografie von 1840 ist überschrieben mit „Oculi, da kommen Sie!“ – ein Hinweis darauf, dass in den vier dargestellten Szenen die letzten Sonntage vor Ostern thematisiert werden: Okuli, Lätare, Judika, Palmorum (Palmsonntag). Aber weshalb diese… Artikel ansehen

Friedenstransparente aus der Zeit des Kalten Krieges

In den Städten gehen aktuell viele Menschen auf die Straße, um gegen den Krieg in der Ukraine zu demonstrieren und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. In der Musealen Sammlung befinden sich einige Objekte, die einem 40 Jahre zurückliegenden Ost-West-Konflikt entstammen, aus der Zeit des Kalten Krieges. Auch wenn die Rahmenbedingung heute andere sind… Artikel ansehen

Zum 120. Geburtstag von Rudolf Yelin d. J.

Rund 130 Kirchen hat der Stuttgarter Glasmaler Rudolf Yelin d. J. (1902-1991) in den 65 Jahren seines künstlerischen Wirkens ausgestattet. Seine eindrucksvollen leuchtend bunten Glasfenster sind in unzähligen Kirchen heute noch präsent. Zu seinem 120. Geburtstag wollen wir mit einem noch kaum beachteten Bestand an Originalskizzen für Kirchenfenster, Wandbehänge und Wandmalereien an ihn erinnern. Rein… Artikel ansehen

Neues Buch zur Geschichte des Tübinger Stifts erschienen

Eingefahrene, überkommene Vorstellungen von Studierenden existieren schon seit vielen Jahrhunderten: Da gibt es angeblich den braven Streber, der sich nur um sein Fortkommen an der Universität bemüht, den trinkfesten Partygänger und notorischen Ruhestörer, selbstbewusste Frauenhelden oder technikbegeisterte Nerds, die ständig vor dem Computer sitzen. Im Laufe der Zeit bewegten sich diese Studentenklischees stets zwischen fleißig… Artikel ansehen

Zwei Weihnachtsbilder von Robert Eberwein

Das Christkind, von Engeln behütet und geborgen. Mit wenigen Tusche-Strichen hat der Stuttgarter Künstler Robert Eberwein (1909-1972) im Jahr 1945 das Weihnachtsgeschehen skizziert – verbunden mit der Hoffnung auf Rettung und Schutz für sich und viele andere. Denn wie am unteren Bildrand zu lesen ist, befand er sich zu diesem Zeitpunkt in Kriegsgefangenschaft. Später hat… Artikel ansehen

Krippenfiguren aus dem Syrischen Waisenhaus

Eine Krippe mit einer ganzen Kamelkarawane! Diese Figuren waren das Abschiedsgeschenk vom Syrischen Waisenhaus für den Regierungsbaumeister Paul Ferdinand Groth (1859-1955), als er 1899 Jerusalem verließ. Groth, der hauptsächlich den Bau der Erlöserkirche in Jerusalem (1898) geleitet hatte, war auch an der Ausgestaltung der Kirche im Waisenhaus beteiligt gewesen. Das Syrische Waisenhaus in Jerusalem war… Artikel ansehen

Neue Ordnung nach dem Krieg für die Evangelische Jugendarbeit

Vor 75 Jahren erhielt das Evangelische Jugendwerk Württemberg (ejw) eine neue Ordnung. Nachdem die Verbände der evangelischen Jugendarbeit im Nationalsozialismus zerschlagen worden waren, musste nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das Jugendwerk neu organisiert werden. 1934 waren alle Jugendlichen des Evang. Jugendwerkes unter 18 Jahren in die Hitlerjugend und den Bund Deutscher Mädel eingegliedert worden…. Artikel ansehen

Die Stuttgarter Lichterkrippe von Paula Jordan

Die von Paula Jordan (1896-1986) gestaltete „Lichterkrippe“ ist ein Meilenstein in der Geschichte weihnachtlicher Inszenierung. Die hinterleuchteten Transparente stehen formal und inhaltlich zwischen den alten evangelischen Weihnachtsillustrationen und den plastischen Krippen aus katholischer Tradition. Jordan präsentiert Weihnachtsgeschichte als biblische Heilsgeschichte: Sie verbindet Christi Geburt mit biblischen Gestalten, wie etwa dem Propheten Jesaja, der im Alten… Artikel ansehen

Zum Welt-Aids-Tag: Ein Virus hat die Welt im Griff

Nicht nur heutzutage, sondern auch Anfang der 1980er Jahre sorgte ein Virus in Fernsehen, Radio und Zeitungen für ein Dauerthema: Aids. Die durch HIV ausgelöste Immunkrankheit forderte zunächst vor allem in den USA massenhaft Todesopfer. 1981 wurden dort die ersten Fälle der Krankheit beschrieben, die sich daraufhin weltweit verbreitete – Aids wurde zur Pandemie: Über… Artikel ansehen

Christbaumständer mit Krippe und Spieluhr

Dieses weihnachtliche Objekt zeigt, dass es schon in früheren Zeiten Ideen gab, wie Praktisches mit Schönem verbunden werden kann. Ein Christbaumständer mit Weihnachtskrippe und Musikbox – ein 3 in 1-Set aus dem Jahr 1905. Praktisch im Aufbau und praktisch in der Aufbewahrung. Hatte man die eingebaute Spieluhr einmal aufgezogen, lief sie 15 Minuten lang mit… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv: Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer? Teil 2

Wir treffen Dr. Erich Viehöfer. Der Historiker ist Spezialist für Kriminalfälle. 35 Jahre lang leitete er das Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg. Für Ausstellungen und Vorträge erforschte er die Biografien und Lebensumstände inkriminierter Personen, befasste sich mit Betrug, Diebstahl, Mord und Prostitution vergangener Jahrhunderte. Auch Gerichtsurteile und ihre Vollstreckung sind sein Thema. Sein momentanes Interesse gilt u…. Artikel ansehen

Begegnung im Archiv: Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer? Teil 1

Wir treffen Gudrun Silberzahn-Jandt. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin aus Esslingen ist neben einer Referentinnentätigkeit mit Studien forschend tätig. Sie kennt das Landeskirchliche Archiv schon aus früheren Arbeiten – etwa zum Alltag im Nationalsozialismus auf den Fildern, zum heutigen Hospiz in Esslingen oder zum Alltag in der ehemals „Anstalt Stetten“ genannten Einrichtung der Diakonie im Remstal. „Gerade… Artikel ansehen

Seit 70 Jahren gibt es die „Dorfhelferinnen“

Was tun, wenn die Bäuerin krank ist, zur Entbindung in die Klinik muss oder ein Kuraufenthalt bevorsteht? Was ist mit ihrer Arbeit in Haus und Hof? Wer schaut nach den Kindern? Wie soll die Landwirtschaft weiterlaufen, wo doch jede Hand gebraucht wird? Um den Bauersfamilien in solchen Belastungsfällen zu helfen, wurde vor 70 Jahren der… Artikel ansehen

Reformationsmedaillen Eine Schenkung für die Museale Sammlung

Im Jahr 2015 vermachte der Pfarrer und frühere Kunstsachverständige der württembergischen Landeskirche Kurt Schaal (1928-2015) unserem Archiv rund 200 Münzen und Medaillen mit Motiven zur Reformation. Mittlerweile sind sie umfassend digitalisiert und über unsere Datenbank abrufbar. Münzen waren ein ideales Medium für die Verbreitung von Botschaften und Propaganda, denn als Zahlungsmittel gingen sie durch Jedermanns… Artikel ansehen

Indiaca – Sport, Spaß und Gemeinschaft für die Jugend

Im Jahr 1955 wurde ein für die damalige Zeit völlig neues Spiel in die evangelische Jugendarbeit eingeführt: Indiaca – ein Spiel das Sport, Spaß und Gemeinschaftserlebnisse auf luftig leichte Art zusammenbringt. Indiaca ist leicht erlernbar, sodass jeder mitmachen kann, spontan und fast überall, zu zweit oder in der Gruppe, im Kreis oder übers Netz, in… Artikel ansehen