Autor-Archiv für Andrea Kittel

Über Andrea Kittel

Im Landeskirchlichen Archiv zuständig für Museale Sammlung, Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungen.

Kontakt: andrea.kittel@elk-wue.de

Zum Welt-Aids-Tag: Ein Virus hat die Welt im Griff

Nicht nur heutzutage, sondern auch Anfang der 1980er Jahre sorgte ein Virus in Fernsehen, Radio und Zeitungen für ein Dauerthema: Aids. Die durch HIV ausgelöste Immunkrankheit forderte zunächst vor allem in den USA massenhaft Todesopfer. 1981 wurden dort die ersten Fälle der Krankheit beschrieben, die sich daraufhin weltweit verbreitete – Aids wurde zur Pandemie: Über… Artikel ansehen

Christbaumständer mit Krippe und Spieluhr

Dieses weihnachtliche Objekt zeigt, dass es schon in früheren Zeiten Ideen gab, wie Praktisches mit Schönem verbunden werden kann. Ein Christbaumständer mit Weihnachtskrippe und Musikbox – ein 3 in 1-Set aus dem Jahr 1905. Praktisch im Aufbau und praktisch in der Aufbewahrung. Hatte man die eingebaute Spieluhr einmal aufgezogen, lief sie 15 Minuten lang mit… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv: Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer? Teil 2

Wir treffen Dr. Erich Viehöfer. Der Historiker ist Spezialist für Kriminalfälle. 35 Jahre lang leitete er das Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg. Für Ausstellungen und Vorträge erforschte er die Biografien und Lebensumstände inkriminierter Personen, befasste sich mit Betrug, Diebstahl, Mord und Prostitution vergangener Jahrhunderte. Auch Gerichtsurteile und ihre Vollstreckung sind sein Thema. Sein momentanes Interesse gilt u…. Artikel ansehen

Begegnung im Archiv: Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer? Teil 1

Wir treffen Gudrun Silberzahn-Jandt. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin aus Esslingen ist neben einer Referentinnentätigkeit mit Studien forschend tätig. Sie kennt das Landeskirchliche Archiv schon aus früheren Arbeiten – etwa zum Alltag im Nationalsozialismus auf den Fildern, zum heutigen Hospiz in Esslingen oder zum Alltag in der ehemals „Anstalt Stetten“ genannten Einrichtung der Diakonie im Remstal. „Gerade… Artikel ansehen

Seit 70 Jahren gibt es die „Dorfhelferinnen“

Was tun, wenn die Bäuerin krank ist, zur Entbindung in die Klinik muss oder ein Kuraufenthalt bevorsteht? Was ist mit ihrer Arbeit in Haus und Hof? Wer schaut nach den Kindern? Wie soll die Landwirtschaft weiterlaufen, wo doch jede Hand gebraucht wird? Um den Bauersfamilien in solchen Belastungsfällen zu helfen, wurde vor 70 Jahren der… Artikel ansehen

Reformationsmedaillen Eine Schenkung für die Museale Sammlung

Im Jahr 2015 vermachte der Pfarrer und frühere Kunstsachverständige der württembergischen Landeskirche Kurt Schaal (1928-2015) unserem Archiv rund 200 Münzen und Medaillen mit Motiven zur Reformation. Mittlerweile sind sie umfassend digitalisiert und über unsere Datenbank abrufbar. Münzen waren ein ideales Medium für die Verbreitung von Botschaften und Propaganda, denn als Zahlungsmittel gingen sie durch Jedermanns… Artikel ansehen

Indiaca – Sport, Spaß und Gemeinschaft für die Jugend

Im Jahr 1955 wurde ein für die damalige Zeit völlig neues Spiel in die evangelische Jugendarbeit eingeführt: Indiaca – ein Spiel das Sport, Spaß und Gemeinschaftserlebnisse auf luftig leichte Art zusammenbringt. Indiaca ist leicht erlernbar, sodass jeder mitmachen kann, spontan und fast überall, zu zweit oder in der Gruppe, im Kreis oder übers Netz, in… Artikel ansehen

Posaunen für den Neubeginn: Landesposaunentag 1946

Am 4. Juli findet wieder der legendäre württembergische Landesposaunentag des evangelischen Jugendwerks statt – Corona bedingt leider nicht in gewohnter Form, sondern digital und dezentral. Das ist eine gute Gelegenheit an die Geschichte dieser kirchenmusikalischen Großveranstaltung zu erinnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als überall Not und Schuld groß waren und viele Städte in Trümmern lagen,… Artikel ansehen

Johanna Binder (1896-1990). 125. Geburtstag (20. Mai)

„Tun Sie ihre Arbeit mit Liebe. Dann wird sie gut.“ Diesen Leitsatz hat Johanna Binder an viele junge Frauen weitergegeben und hat ihn in ihrem Leben am meisten doch selbst beherzigt. Fast fünfzig Jahre lang hat Johanna Binder mit ihrer Arbeit die textilen Kirchenausstattungen der württembergischen Landeskirche geprägt. Als Leiterin der Paramentenwerkstatt beriet sie unzählige… Artikel ansehen

Upcycling im Kriegsgefangenenlager Vom Jugendherbergsschlafsack zum Altarbehang

Upcycling ist heute groß in Mode: Altes wird zu Anderem umgestaltet und bekommt so neuen Wert. Diese Art von Nachnutzung ist ressourcenschonend und bringt oft verblüffend fantasievolle Dinge hervor. In Krieg und Nachkriegszeit, als in weiten Bereichen Materialknappheit herrschte, waren solche Umgestaltungen notwendiger Bestandteil des Alltags – meist waren die Ergebnisse nicht weniger kreativ. Im… Artikel ansehen

Aus den Anfängen der Tropenmedizin. Chinin gegen Malaria

In der Musealen Sammlung des Landeskirchlichen Archivs befinden sich mehrere historische Schaugläser mit Chinarinde aus verschiedenen Regionen der Welt. Die Rinde ist der Rohstoff für „Chinin“, das seit dem 17. Jahrhundert zur Therapie der Malaria verwendet wird. Malaria tritt vorwiegend in tropischen und subtropischen Klimazonen auf, wo sie durch den Stich einer weiblichen Stechmücke der… Artikel ansehen

Aus den Anfängen der Tropenmedizin Die Schausammlung des Deutschen Instituts für ärztliche Mission (Difäm)

Welch große Folgen ein kleines Virus haben kann, ist uns allen in den letzten Monaten deutlich geworden. Auch die hier in Schaugläsern gesammelten winzigen Tsetsefliegen haben es in sich: Sie übertragen die gefürchtete Schlafkrankheit, die in Afrika ganze Landstriche außer Gefecht setzt. Um Tropenkrankheiten wie diese zu erforschen und zu bekämpfen, wurde im Jahr 1906… Artikel ansehen

Wo ist Vanuatu? Und wie leben die Frauen dort?

Damit beschäftigen sich am 5. März Christinnen auf der ganzen Welt. Immer am ersten Freitag im März findet der Weltgebetstag statt und beleuchtet die Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes. In diesem Jahr ist es Vanuatu – der Inselstaat im Südpazifik, der aus 83 Inselgruppen besteht. Jährlich wählen Frauen des ausgesuchten Landes Texte, Gebete und… Artikel ansehen

Adventssterne – ein vergessener evangelischer Brauch

Solche Adventssterne schmückten früher in der Vorweihnachtszeit manch frommes Haus. Dieser ausgesprochen evangelische Brauch ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. Dabei gehörte er in vielen diakonischen Anstalten seit Mitte des 19. Jahrhunderts fest zum vorweihnachtlichen Geschehen. Auch in frommen Privathaushalten war er noch bis in die 1950 er Jahre hinein zu finden. Jeden Tag wurde… Artikel ansehen

Volkstrauertag

Man läuft oft mehr oder weniger achtlos an solchen Gefallenendenkmälern mit den vielen Namen vorbei. Aber hinter jedem Namen verbirgt sich ein Leben, das durch den Krieg abgeschnitten wurde. Zum heutigen Volkstrauertag zeigen wir zwei Gefallenengedenktafeln der Karlshöhe aus unserer Musealen Sammlung. Der Volkstrauertag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen… Artikel ansehen

Serie zur Nachkriegszeit VIII: Abendmahl mit Bombenschrott. Vasa Sacra hergestellt im Kriegsgefangenenlager

Ein Abendmahlskelch aus dem Schrott einer Granate? Eine Hostiendose aus dem Blech eines Ofenschirms? Einen Gottesdienst zu erleben und Abendmahl feiern zu können, bedeutete für Viele nach Ende des Krieges die Hoffnung auf Frieden und Neubeginn. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs war die Materialknappheit so groß, dass man zur Herstellung wichtiger, auch sakraler, Gebrauchsgegenstände… Artikel ansehen

Serie Nachkriegszeit Teil IV: Zeichnungen aus dem Kriegsgefangenenlager von Robert Eberwein

Der Stuttgarter Künstler Robert Eberwein (1909-1972) hat während seiner Kriegsgefangenschaft etliche Zeichnungen vom Lageralltag geschaffen und viele seiner Mitgefangenen porträtiert. Am 19. April 1945 kam Eberwein in das Durchgangslager Rheinberg, das erste von den Alliierten errichtete Rheinwiesenlager, das von April bis September 1945 bestand. Unter Heranziehung deutscher Kriegsgefangener wurde es von den Amerikanern auf einem… Artikel ansehen

Welt-Tierschutztag am 4. Oktober

„Undankbarer Pferdequäler!“ möchte der Tübinger Pfarrer Christian Adam Dann einem Reiter zurufen, der hemmungslos auf sein Pferd eindrischt. Bei einem Gang durch die Stadt und in die umliegenden Dörfer entdeckt er zahllose Grausamkeiten gegen Tiere: Gänse mit jämmerlich blutender Brust, denen bei lebendigem Leibe die Daunen ausgerupft wurden, eine Ziege, die barbarisch an den Ohren… Artikel ansehen

Teil II der Serie zur Nachkriegszeit: CARE-Pakete gegen verzweifelte Not

Das „CARE-Paket“ ist zum Symbol geworden für die Hilfe, die den Deutschen nach 1945 aus dem Ausland zuteilwurde. CARE bedeutet „Cooperative for American Remittances to Europe“. In den ersten Jahren nach dem Krieg war die Ernährungslage in Deutschland dramatisch. Hunger und Auszehrung grassierten überall. Als Strafmaßnahme war von den Alliierten das Verbot verhängt worden, Hilfslieferungen… Artikel ansehen

Teil I der Serie zur Nachkriegszeit: Nachkriegsnot in Bildern – ein Plakat von 1948

Der Papierrestaurator Matthias Raum brachte uns vor Kurzem das handgemalte Plakat des württembergischen Evangelischen Hilfswerks aus dem Jahr 1948 restauriert zurück. Jahrzehntelange Lagerung hatten dem Objekt zugesetzt. Geknickt, eingerissen und verschmutzt kam es ins Landeskirchliche Archiv Stuttgart zusammen mit den Aktenbeständen des Diakonischen Werks Württemberg. Jetzt wurden die Schäden behutsam repariert und das brüchige Papier… Artikel ansehen

75 jähriges Jubiläum Evangelisches Hilfswerk Württemberg

Heute vor 75 Jahren wurde das Evangelische Hilfswerk gegründet. Mit der Kapitulation am 8. Mai 1945 endete in Deutschland der Zweite Weltkrieg. Das Land, das zuvor Völkermord und Zerstörung über Europa gebracht hat, lag in Trümmern. Traumatisierte und versehrte Menschen, Kriegswaisen, Heimatlose, Geflüchtete und Vertriebene benötigten Lebensmittel und Kleidung sowie eine erste Unterkunft. Um akute… Artikel ansehen

Kindergartenidyllen mitten im Krieg

Die Illustratorin Elisabeth Dinkelacker hat im Jahr 1942 im Auftrag des evangelischen Vereins für Kleinkinderpflegen ein sehr hübsches Buch gestaltet, in dem alle 24 Stuttgarter evangelischen Kindergärten in Text und Bild vorgestellt werden:  „Das Buch erzählet vom Verein: …wie Kinder fromm und fröhlich sein.” So gerne man darin blättert und den Kinderwelten in den Stuttgarter… Artikel ansehen

Ein Hochzeitsbild

Ein altes Hochzeitsbild. Freude sieht anders aus, denken Sie sicher. Und das Hochzeitskleid ist schwarz!? Das ist doch eigentlich die Farbe der Trauer! Was hat es damit auf sich? Das Bild zeigt, wie sehr sich unsere Lebensweisen und auch unsere Sehgewohnheiten verändert haben. Das Foto wurde um 1900 aufgenommen. In dieser Zeit war es in… Artikel ansehen

Zerbombte Erinnerung

Heute vor 75 Jahren, am 16. April 1945, nur wenige Wochen vor Kriegsende, wurde Freudenstadt durch französische Bombenangriffe und Artilleriebeschuss großflächig zerstört. Feuer breitete sich ungehindert in der Innenstadt aus und erfasste auch die Stadtkirche mit den in der Pfarrei befindlichen historischen Tauf-, Ehe- und Sterberegistern. Durch Abschriften dieser Kirchenbücher sind die Daten weitgehend erhalten… Artikel ansehen

Tag der Offenen Tür gut besucht

Archiv und Zentralbibliothek der Evangelischen Landeskirche in Württemberg haben am vergangenen Samstag 7. März den bundesweiten Tag der Archive zum Anlass genommen, um ihre Pforten für ein breites Publikum zu öffnen und über Ihre Angebote zu informieren. Das Interesse an dem dargebotenen Programm war groß. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher kamen – teils aus… Artikel ansehen

Fromme Accessoires. Broschen, Taschen, Kopfbedeckungen aus der Musealen Sammlung im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart

Unter diesem Titel ist zurzeit in den Vitrinen im Foyer des Evangelischen Oberkirchenrates in Stuttgart eine Ausstellung zu sehen. Dinge sind vieldeutig. Optisch stehen sie für sich selbst, doch ihre Bedeutung kann meist erst durch zusätzliche Informationen und mit ihnen verknüpfte Geschichten verstanden werden. So verhält es sich auch mit den in der Ausstellung gezeigten… Artikel ansehen

Verschollene Stoffbilder im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart entdeckt

Schon lange hat der Verein Bibelwelten e.V. in Hassfurt/Bayern nach einem größeren Bestand biblischer Stoffbilder der Künstlerin Gisela Harupa (1919-1989) gefahndet. Harupas farbenfrohe Bilder zieren viele Kirchen und Gemeinderäume und sind abgedruckt in Schulbüchern und Arbeitshilfen für den Religionsunterricht. Auch auf Kalendern und Plakaten der Gustav-Werner- Stiftung zum Bruderhaus in Reutlingen waren sie in den… Artikel ansehen

Weihnachtskrippen aus Papier

Im Lauf des 19. Jahrhunderts fanden Weihnachtskrippen allmählich auch in evangelischen Häusern Verbreitung. Wer sich geschnitzte Figuren nicht leisten konnte, musste auf die Visualisierung des weihnachtlichen Geschehens nicht verzichten. „Armeleutekrippen“ waren aus Papier gefertigt – zunächst selbst bemalt, ausgeschnitten, und mit einem Hölzchen hinterklebt, später auch aus gedruckten Bilderbögen, in ähnlicher Weise gefertigt. Durch Fortschritte… Artikel ansehen

Ein Weihnachtsbaum für die Frontsoldaten

Der Brauch einen Christbaum aufzustellen kam schon im 16. Jahrhundert auf und verbreitete sich über die adeligen Höfe. Im 19. Jahrhundert wurde der lichtergeschmückte Tannenbaum schließlich zum Mittelpunkt der bürgerlich-evangelischen Familienweihnacht. Das Grün des Weihnachtsaumes symbolisiert die immerwährende Liebe Gottes. Die Lichter verweisen auf das „Licht der Welt“, das mit der Geburt Christi aufgeht. Dieses… Artikel ansehen

Weihnachten – das Fest der Gaben

Vom 29. November 2019 bis 31. Januar 2020 ist im Foyer des Dienstgebäudes des Evangelischen Oberkirchenrates in Stuttgart in der Gänsheide Straße 2 wieder eine neue Ausstellung zu sehen:  Weihnachten – das Fest der Gaben Weihnachten ist ein Fest des Schenkens und der Gaben. Jenseits des allgemein gebräuchlichen Konsums steht in der Ausstellung die eigentliche… Artikel ansehen