Autor-Archiv für Andrea Kittel

Über Andrea Kittel

Im Landeskirchlichen Archiv zuständig für Museale Sammlung, Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungen.

Kontakt: andrea.kittel@elk-wue.de

Verzeichnung zur Familiengeschichte Knapp / Liesching im Rahmen eines Praktikums

Im Juli 2022 absolvierte Helen Wiedmaier, Referendarin beim Landesarchiv Baden-Württemberg, ein Praktikum im Landeskirchlichen Archiv. Sie erhielt nicht nur Einblicke in zahlreiche Bereiche und Aufgabenschwerpunkte, sondern ordnete und verzeichnete auch den Nachlass von Michael Klein. Dieser war mit den beiden bedeutenden Familien Knapp und Liesching verwandt und sammelte zahlreiche Dokumente zur Familiengeschichte. Dazu gehörten auch… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv. Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer, Teil 7

Wir treffen Dr. Katharina Krause. Sie ist Wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Praktische Theologie III an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Eines ihrer derzeitigen Forschungsprojekte befasst sich mit den Verschränkungen von ‚frommem‘ und ‚kolonialem‘ Blick im Rahmen der Mission. Welche Bilder haben Missionare und Missionarinnen in ihren Berichten in Missionszeitschriften oder in Vorträgen transportiert?… Artikel ansehen

Meta Diestel (1877-1968) 145 Jahre

Königliche Kammersängerin, Gesangspädagogin, Volksseelsorgerin, Wohltäterin – all diese Facetten umfassen das Wirken der vor 145 Jahren geborene Meta Diestel (1877-1968). Meta Diestel wurde 1877 in Tübingen in eine Theologenfamilie hineingeboren. Am Stuttgarter Konservatorium für Musik studierte sie Gesang und ihr stand eine große Karriere als Altistin bevor. Mit dem Titel „königliche Kammersängerin“ reiste sie durch… Artikel ansehen

Maikäfer flieg!

Viele kennen noch dieses bekannte Volkslied, das recht fröhlich beginnt und schon in der zweiten Zeile für irritierenden Ernst sorgt, indem es Krieg thematisiert. Dass das Kinderlied lange Zeit arglos geträllert wurde, zeigt dieses wohl aus den 1950er Jahren stammende Kindertaschentuch, das mit einem Nachlass in unsere Museale Sammlung kam: Zwei lachende, singende Kinder und… Artikel ansehen

Die Sonntage vor Ostern und das Jägerlatein

In der Musealen Sammlung befindet sich ein auf den ersten Blick sehr rätselhaftes Bild mit vielen langschnäbeligen Vögeln. Die kolorierte Lithografie von 1840 ist überschrieben mit „Oculi, da kommen Sie!“ – ein Hinweis darauf, dass in den vier dargestellten Szenen die letzten Sonntage vor Ostern thematisiert werden: Okuli, Lätare, Judika, Palmorum (Palmsonntag). Aber weshalb diese… Artikel ansehen

Friedenstransparente aus der Zeit des Kalten Krieges

In den Städten gehen aktuell viele Menschen auf die Straße, um gegen den Krieg in der Ukraine zu demonstrieren und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. In der Musealen Sammlung befinden sich einige Objekte, die einem 40 Jahre zurückliegenden Ost-West-Konflikt entstammen, aus der Zeit des Kalten Krieges. Auch wenn die Rahmenbedingung heute andere sind… Artikel ansehen

Zum 120. Geburtstag von Rudolf Yelin d. J.

Rund 130 Kirchen hat der Stuttgarter Glasmaler Rudolf Yelin d. J. (1902-1991) in den 65 Jahren seines künstlerischen Wirkens ausgestattet. Seine eindrucksvollen leuchtend bunten Glasfenster sind in unzähligen Kirchen heute noch präsent. Zu seinem 120. Geburtstag wollen wir mit einem noch kaum beachteten Bestand an Originalskizzen für Kirchenfenster, Wandbehänge und Wandmalereien an ihn erinnern. Rein… Artikel ansehen

Neues Buch zur Geschichte des Tübinger Stifts erschienen

Eingefahrene, überkommene Vorstellungen von Studierenden existieren schon seit vielen Jahrhunderten: Da gibt es angeblich den braven Streber, der sich nur um sein Fortkommen an der Universität bemüht, den trinkfesten Partygänger und notorischen Ruhestörer, selbstbewusste Frauenhelden oder technikbegeisterte Nerds, die ständig vor dem Computer sitzen. Im Laufe der Zeit bewegten sich diese Studentenklischees stets zwischen fleißig… Artikel ansehen

Zwei Weihnachtsbilder von Robert Eberwein

Das Christkind, von Engeln behütet und geborgen. Mit wenigen Tusche-Strichen hat der Stuttgarter Künstler Robert Eberwein (1909-1972) im Jahr 1945 das Weihnachtsgeschehen skizziert – verbunden mit der Hoffnung auf Rettung und Schutz für sich und viele andere. Denn wie am unteren Bildrand zu lesen ist, befand er sich zu diesem Zeitpunkt in Kriegsgefangenschaft. Später hat… Artikel ansehen

Krippenfiguren aus dem Syrischen Waisenhaus

Eine Krippe mit einer ganzen Kamelkarawane! Diese Figuren waren das Abschiedsgeschenk vom Syrischen Waisenhaus für den Regierungsbaumeister Paul Ferdinand Groth (1859-1955), als er 1899 Jerusalem verließ. Groth, der hauptsächlich den Bau der Erlöserkirche in Jerusalem (1898) geleitet hatte, war auch an der Ausgestaltung der Kirche im Waisenhaus beteiligt gewesen. Das Syrische Waisenhaus in Jerusalem war… Artikel ansehen

Neue Ordnung nach dem Krieg für die Evangelische Jugendarbeit

Vor 75 Jahren erhielt das Evangelische Jugendwerk Württemberg (ejw) eine neue Ordnung. Nachdem die Verbände der evangelischen Jugendarbeit im Nationalsozialismus zerschlagen worden waren, musste nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das Jugendwerk neu organisiert werden. 1934 waren alle Jugendlichen des Evang. Jugendwerkes unter 18 Jahren in die Hitlerjugend und den Bund Deutscher Mädel eingegliedert worden…. Artikel ansehen

Die Stuttgarter Lichterkrippe von Paula Jordan

Die von Paula Jordan (1896-1986) gestaltete „Lichterkrippe“ ist ein Meilenstein in der Geschichte weihnachtlicher Inszenierung. Die hinterleuchteten Transparente stehen formal und inhaltlich zwischen den alten evangelischen Weihnachtsillustrationen und den plastischen Krippen aus katholischer Tradition. Jordan präsentiert Weihnachtsgeschichte als biblische Heilsgeschichte: Sie verbindet Christi Geburt mit biblischen Gestalten, wie etwa dem Propheten Jesaja, der im Alten… Artikel ansehen

Zum Welt-Aids-Tag: Ein Virus hat die Welt im Griff

Nicht nur heutzutage, sondern auch Anfang der 1980er Jahre sorgte ein Virus in Fernsehen, Radio und Zeitungen für ein Dauerthema: Aids. Die durch HIV ausgelöste Immunkrankheit forderte zunächst vor allem in den USA massenhaft Todesopfer. 1981 wurden dort die ersten Fälle der Krankheit beschrieben, die sich daraufhin weltweit verbreitete – Aids wurde zur Pandemie: Über… Artikel ansehen

Christbaumständer mit Krippe und Spieluhr

Dieses weihnachtliche Objekt zeigt, dass es schon in früheren Zeiten Ideen gab, wie Praktisches mit Schönem verbunden werden kann. Ein Christbaumständer mit Weihnachtskrippe und Musikbox – ein 3 in 1-Set aus dem Jahr 1905. Praktisch im Aufbau und praktisch in der Aufbewahrung. Hatte man die eingebaute Spieluhr einmal aufgezogen, lief sie 15 Minuten lang mit… Artikel ansehen

Begegnung im Archiv: Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer? Teil 2

Wir treffen Dr. Erich Viehöfer. Der Historiker ist Spezialist für Kriminalfälle. 35 Jahre lang leitete er das Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg. Für Ausstellungen und Vorträge erforschte er die Biografien und Lebensumstände inkriminierter Personen, befasste sich mit Betrug, Diebstahl, Mord und Prostitution vergangener Jahrhunderte. Auch Gerichtsurteile und ihre Vollstreckung sind sein Thema. Sein momentanes Interesse gilt u…. Artikel ansehen

Begegnung im Archiv: Wer sind unsere Nutzerinnen und Nutzer? Teil 1

Wir treffen Gudrun Silberzahn-Jandt. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin aus Esslingen ist neben einer Referentinnentätigkeit mit Studien forschend tätig. Sie kennt das Landeskirchliche Archiv schon aus früheren Arbeiten – etwa zum Alltag im Nationalsozialismus auf den Fildern, zum heutigen Hospiz in Esslingen oder zum Alltag in der ehemals „Anstalt Stetten“ genannten Einrichtung der Diakonie im Remstal. „Gerade… Artikel ansehen

Seit 70 Jahren gibt es die „Dorfhelferinnen“

Was tun, wenn die Bäuerin krank ist, zur Entbindung in die Klinik muss oder ein Kuraufenthalt bevorsteht? Was ist mit ihrer Arbeit in Haus und Hof? Wer schaut nach den Kindern? Wie soll die Landwirtschaft weiterlaufen, wo doch jede Hand gebraucht wird? Um den Bauersfamilien in solchen Belastungsfällen zu helfen, wurde vor 70 Jahren der… Artikel ansehen

Reformationsmedaillen Eine Schenkung für die Museale Sammlung

Im Jahr 2015 vermachte der Pfarrer und frühere Kunstsachverständige der württembergischen Landeskirche Kurt Schaal (1928-2015) unserem Archiv rund 200 Münzen und Medaillen mit Motiven zur Reformation. Mittlerweile sind sie umfassend digitalisiert und über unsere Datenbank abrufbar. Münzen waren ein ideales Medium für die Verbreitung von Botschaften und Propaganda, denn als Zahlungsmittel gingen sie durch Jedermanns… Artikel ansehen

Indiaca – Sport, Spaß und Gemeinschaft für die Jugend

Im Jahr 1955 wurde ein für die damalige Zeit völlig neues Spiel in die evangelische Jugendarbeit eingeführt: Indiaca – ein Spiel das Sport, Spaß und Gemeinschaftserlebnisse auf luftig leichte Art zusammenbringt. Indiaca ist leicht erlernbar, sodass jeder mitmachen kann, spontan und fast überall, zu zweit oder in der Gruppe, im Kreis oder übers Netz, in… Artikel ansehen

Posaunen für den Neubeginn: Landesposaunentag 1946

Am 4. Juli findet wieder der legendäre württembergische Landesposaunentag des evangelischen Jugendwerks statt – Corona bedingt leider nicht in gewohnter Form, sondern digital und dezentral. Das ist eine gute Gelegenheit an die Geschichte dieser kirchenmusikalischen Großveranstaltung zu erinnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als überall Not und Schuld groß waren und viele Städte in Trümmern lagen,… Artikel ansehen

Johanna Binder (1896-1990). 125. Geburtstag (20. Mai)

„Tun Sie ihre Arbeit mit Liebe. Dann wird sie gut.“ Diesen Leitsatz hat Johanna Binder an viele junge Frauen weitergegeben und hat ihn in ihrem Leben am meisten doch selbst beherzigt. Fast fünfzig Jahre lang hat Johanna Binder mit ihrer Arbeit die textilen Kirchenausstattungen der württembergischen Landeskirche geprägt. Als Leiterin der Paramentenwerkstatt beriet sie unzählige… Artikel ansehen

Upcycling im Kriegsgefangenenlager Vom Jugendherbergsschlafsack zum Altarbehang

Upcycling ist heute groß in Mode: Altes wird zu Anderem umgestaltet und bekommt so neuen Wert. Diese Art von Nachnutzung ist ressourcenschonend und bringt oft verblüffend fantasievolle Dinge hervor. In Krieg und Nachkriegszeit, als in weiten Bereichen Materialknappheit herrschte, waren solche Umgestaltungen notwendiger Bestandteil des Alltags – meist waren die Ergebnisse nicht weniger kreativ. Im… Artikel ansehen

Aus den Anfängen der Tropenmedizin. Chinin gegen Malaria

In der Musealen Sammlung des Landeskirchlichen Archivs befinden sich mehrere historische Schaugläser mit Chinarinde aus verschiedenen Regionen der Welt. Die Rinde ist der Rohstoff für „Chinin“, das seit dem 17. Jahrhundert zur Therapie der Malaria verwendet wird. Malaria tritt vorwiegend in tropischen und subtropischen Klimazonen auf, wo sie durch den Stich einer weiblichen Stechmücke der… Artikel ansehen

Aus den Anfängen der Tropenmedizin Die Schausammlung des Deutschen Instituts für ärztliche Mission (Difäm)

Welch große Folgen ein kleines Virus haben kann, ist uns allen in den letzten Monaten deutlich geworden. Auch die hier in Schaugläsern gesammelten winzigen Tsetsefliegen haben es in sich: Sie übertragen die gefürchtete Schlafkrankheit, die in Afrika ganze Landstriche außer Gefecht setzt. Um Tropenkrankheiten wie diese zu erforschen und zu bekämpfen, wurde im Jahr 1906… Artikel ansehen

Wo ist Vanuatu? Und wie leben die Frauen dort?

Damit beschäftigen sich am 5. März Christinnen auf der ganzen Welt. Immer am ersten Freitag im März findet der Weltgebetstag statt und beleuchtet die Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes. In diesem Jahr ist es Vanuatu – der Inselstaat im Südpazifik, der aus 83 Inselgruppen besteht. Jährlich wählen Frauen des ausgesuchten Landes Texte, Gebete und… Artikel ansehen

Adventssterne – ein vergessener evangelischer Brauch

Solche Adventssterne schmückten früher in der Vorweihnachtszeit manch frommes Haus. Dieser ausgesprochen evangelische Brauch ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. Dabei gehörte er in vielen diakonischen Anstalten seit Mitte des 19. Jahrhunderts fest zum vorweihnachtlichen Geschehen. Auch in frommen Privathaushalten war er noch bis in die 1950 er Jahre hinein zu finden. Jeden Tag wurde… Artikel ansehen

Volkstrauertag

Man läuft oft mehr oder weniger achtlos an solchen Gefallenendenkmälern mit den vielen Namen vorbei. Aber hinter jedem Namen verbirgt sich ein Leben, das durch den Krieg abgeschnitten wurde. Zum heutigen Volkstrauertag zeigen wir zwei Gefallenengedenktafeln der Karlshöhe aus unserer Musealen Sammlung. Der Volkstrauertag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen… Artikel ansehen

Serie zur Nachkriegszeit VIII: Abendmahl mit Bombenschrott. Vasa Sacra hergestellt im Kriegsgefangenenlager

Ein Abendmahlskelch aus dem Schrott einer Granate? Eine Hostiendose aus dem Blech eines Ofenschirms? Einen Gottesdienst zu erleben und Abendmahl feiern zu können, bedeutete für Viele nach Ende des Krieges die Hoffnung auf Frieden und Neubeginn. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs war die Materialknappheit so groß, dass man zur Herstellung wichtiger, auch sakraler, Gebrauchsgegenstände… Artikel ansehen

Serie Nachkriegszeit Teil IV: Zeichnungen aus dem Kriegsgefangenenlager von Robert Eberwein

Der Stuttgarter Künstler Robert Eberwein (1909-1972) hat während seiner Kriegsgefangenschaft etliche Zeichnungen vom Lageralltag geschaffen und viele seiner Mitgefangenen porträtiert. Am 19. April 1945 kam Eberwein in das Durchgangslager Rheinberg, das erste von den Alliierten errichtete Rheinwiesenlager, das von April bis September 1945 bestand. Unter Heranziehung deutscher Kriegsgefangener wurde es von den Amerikanern auf einem… Artikel ansehen

Welt-Tierschutztag am 4. Oktober

„Undankbarer Pferdequäler!“ möchte der Tübinger Pfarrer Christian Adam Dann einem Reiter zurufen, der hemmungslos auf sein Pferd eindrischt. Bei einem Gang durch die Stadt und in die umliegenden Dörfer entdeckt er zahllose Grausamkeiten gegen Tiere: Gänse mit jämmerlich blutender Brust, denen bei lebendigem Leibe die Daunen ausgerupft wurden, eine Ziege, die barbarisch an den Ohren… Artikel ansehen